CommemorAction: Jedes Leben ist mehr wert als ihre Gesetze, ihre Mauern und ihre Waffen.
CommemorAction am globalen Kampftag gegen das tödliche Grenzregime. Organisiert von Alarmphone Bern, Bewegungsfreiheit für alle!, Medina und Seebrücke. Am 6. Februar 2026, ab 19:00 Uhr auf der Schützenmatte in Bern.


Am 6. Februar 2014 versuchten mehr als 200 Personen von der marokkanischen Küste zur spanischen Enklave Ceuta zu schwimmen. Spanische Grenzpolizist*innen griffen sie an und hinderten sie gewaltsam daran, das Ufer zu erreichen. Mindestens 15 Menschen starben, Dutzende weitere verschwanden. Die Überlebenden wurden illegal nach Marokko zurückgepusht.
Das Massaker von Tarajal geschah vor den Augen aller und durch ein System, das für das Verschwinden vieler Menschen verantwortlich ist. Ein System, das die Familien und Angehörigen der Toten und Vermissten ignoriert.
Seit dem Massaker von Tarajal finden jeweils am 6. Februar CommemorActions statt. Ins Leben gerufen wurden diese durch Angehörige der Toten und Vermissten. Dabei geht es um das gemeinsame Gedenken wie auch um den Kampf für Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung. Mittlerweile ist der 6. Februar zum «Globalen Tag des Kampfes gegen das Regime des Todes an den Grenzen» geworden. International finden an diesem Tag CommemorActions in vielen verschiedenen Städten statt.
Das Massaker von Tarajal ist ein Ereignis von unzähligen. Rassistische Staatsgewalt tötet Menschen auf Flucht- und Migrationsrouten, in Gefängnissen und auf den Strassen. Ihre Tode werden als selbstverschuldet oder alternativlos darstellt. Niemand wird zur Rechenschaft gezogen, die Angehörigen nicht angehört oder entschädigt. Europas Todespolitiken sind darauf ausgelegt, Menschen auszulöschen – die Opfer sollen nicht gesehen, gefunden oder identifiziert werden.
Gemeinsam mit den Familien und Verbündeten weltweit stellen wir uns gegen das Vergessen, gegen die Ignoranz, gegen die Normalisierung dieser Gewalt. Wir weigern uns zu glauben, dass manche Leben weniger wert sind als andere.
Organisiert von Alarmphone Bern, Bewegungsfreiheit für alle!, Medina, Seebrücke
(Aufruf in weiteren Sprachen AR | EN | FA | FR | KU | TA)

In Loving Memory of My Little Brother, Bereke Kesete
(2000–2025)
By Hadgu, publiziert von Alarmphone
My brother, Bereke Kesete, was born in the year 2000 in rural Eritrea, into a family of farmers. We grew up in the countryside, rooted to the land and to each other. Some of my most beautiful memories are of him as a little boy riding on my shoulders while we worked our rich farmland with joy, laughter, and love.
In 2017, Bereke left Eritrea. He went first to Ethiopia and stayed there for a year, then continued to South Sudan, hoping to finally settle and build a safe life. But when instability followed him there too, he made the agonizing decision to keep moving toward Libya, crossing the dangerous Sahara Desert all for a glimpse of a future.
For five long years, he lived a life of hardship and uncertainty, a life of purgatory in Libya. Still, his hope never dimmed. Again and again, he tried to cross the Mediterranean Sea to Europe, not because he wanted to leave home, but because he wanted safety, dignity, and a chance at a simple life. Many times he was stopped and detained. Many times his dreams were postponed. But his spirit, that stubborn, beautiful light inside him, refused to surrender.
On April 26, 2025, my beloved little brother disappeared in the Mediterranean Sea together with 45 young Eritreans. There has been no trace of him since.
The last time I heard his voice was one day before his journey. We spoke on the phone. His voice was a fragile mix of hope and fear, yet still clinging to faith. That voice — his voice, lives inside me now. It echoes in my heart.
Bereke, you were so much more than a word like “migrant.”
You were a farmer’s son. You were my brother. You were a child of the earth, a soul radiant with its own gentle light.
We shared a childhood of simple, profound joy in our rich, red fields. Those memories are a part of me; they will never fade.
You are forever in my heart, my beloved brother. Gone from this world far, far too soon. I will remember you always. Your life mattered. It truly, deeply mattered.
With all my love,
Hadgu, your brother
Rest in peace, my dear Bereke Kesete.




Über 1.000 Menschen nach Zyklon Harry im Mittelmeer vermisst?
Aus einem Bericht von Refugees in Libya
Zwischen dem 14. und 21. Januar 2026 sind mindestens 8 Boote mit insgesamt 380 Personen von Sfax, Tunesien, losgefahren. Diese Abfahrten fielen genau in den Zeitraum, in dem im zentralen Mittelmeer – einschließlich der Route von Sfax nach Lampedusa – extreme Seebedingungen herrschten: Wellen von über sieben Metern Höhe und Windböen von über 54 Knoten, verursacht durch den Zyklon Harry.
Im gleichen Zeitraum tauchte Filmmaterial auf, das die Rettung von Ramadan Konte dokumentiert, einem Staatsangehörigen Sierra Leones und Überlebenden eines Schiffbruchs im zentralen Mittelmeer. Seiner Aussage zufolge war er mit einem Boot mit etwa 50 Menschen verschiedener Nationalitäten von Sfax aus in See gestochen. Das Boot kenterte. Ramadan Konte überlebte mehr als 24 Stunden auf See, bevor er östlich von Tunesien und südlich von Malta von einem Segelschiff entdeckt wurde. Während der Rettungsaktion waren Leichen im Wasser zu sehen. Konte verlor seinen Bruder, die Frau seines Bruders, seinen Neffen und mindestens 47 weitere Menschen.
Das Netzwerk Refugees in Libya hat mit vielen migrantischen Menschen gesprochen, die in Gebieten in Sfax verweilen, die lokal als Kilometer 19, 21, 25, 27, 30, 31, 33, 35 und 38 bezeichnet werden. Laut Menschen, die eigentlich auf diesen Booten mitfahren sollten, aber aufgrund fehlender finanzieller Mittel warten mussten, sowie von Angehörigen derjenigen, die abgereist sind, kehrten ganze Konvois nie zurück.
Auch nach dem 24. Januar tauchten immer wieder neue Namen auf – Menschen, von denen bekannt war, dass sie abgereist waren und nun nicht mehr erreichbar waren, ohne Anrufe aus Libyen, ohne Kontakt aus der Haft, ohne Bestätigung ihres Todes und ohne Spuren aus der algerischen Wüste, wohin viele Menschen deportiert werden, wenn sie von der tunesischen Küstenwache auf dem Meer abgefangen werden.
Angehörige der Vermissten und vertrauenswürdige Beobachter melden unterschiedliche Zahlen: fünf Boote von einem Ort, zehn von einem anderen, sechs innerhalb von zehn Tagen oder fünf mit rund 180 Menschen an Bord. Diese Diskrepanzen weisen auf eine einzige Realität hin: Das Ausmaß an Abfahrten übersteigt das, was offiziell anerkannt wird.
Unterdessen wurden im gleichen Zeitraum Dutzende von Leichen von den maltesischen Behörden geborgen. In den Tagen nach dem 24. Januar wurde eine weitere Leiche von Teams an Bord des Rettungsschiffs Ocean Viking in der maltesischen Such- und Rettungsregion geborgen.
Sind es insgesamt mehr als 1000 Menschen, die nach dem Zyklon Harry im Mittelmeer vermisst werden? Die Zahlen sind unklar, es gibt kein zentrales System, das Abfahrten, Verluste oder Bergungen erfasst. Migrantische Menschen verschwinden täglich auf den Fluchtrouten, ihre Familien bleiben in unerträglicher Ungewissheit und Trauer gefangen.




Kein Leben ist mehr wert als ein anderes
Einige von euch werden sich vielleicht fragen: Was gibt es nach Jahrzehnten des Widerstands gegen zutiefst rassistische Einwanderungsgesetze und -praktiken noch zu sagen? Haben wir nicht schon alles gesagt? Ja, das haben wir.
Und trotzdem, so lange Europäische Länder weiterhin den Tod von Menschen auf dem Weg nach Europa, in Gefängnissen und auf den Strassen in Kauf nehmen – ja sogar wollen – nur weil sie nicht das Privileg haben einen Europäischen Pass zu besitzen, müssen wir wiederholen, was bereits seit mehreren Jahrzehnten gefordert und geschrien wird: Kein Leben ist mehr wert als ein anderes. Menschen, die ihr Land verlassen wollen, eine sichere Reise zu verweigern – das ist das Verbrechen.
Heute, haben wir uns versammelt, um gegen das Vergessen, gegen die Ignoranz, gegen die Normalisierung dieser Gewalt aufzustehen. Wir gedenken der hunderttausend Toten, die an den Grenzen ermordet wurden, die von ehemaligen Kolonialmächten willkürlich errichtet wurden. Wir gedenken aber auch der tausenden Menschen, die für 10, 20, oder noch mehr Jahre, in europäischen Knästen verschwinden.
Menschen ertinken zu lassen und wegzusperren, aus dem einzigen Grund, weil sie den Wunsch haben selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten und sich selber und ihren Kindern ein anderes Leben zu wünschen – das ist ein Verbrechen.
An alle Familien — Wir trauern mit euch, wir sind wütend mit euch, und wir werden weiterhin gemeinsam mit euch gegen dieses rassistische System kämpfen.
An alle Menschen, auf dem Weg nach Europa und an alle, die gerade in einem Knast sitzen müssen, wir wissen, dass ihr uns jetzt nicht hören könnt. Aber wenn ihr könntet, wisst, dass wir an eurer Seite stehen. Dass wir euch sehen. Dass wir eure Stimmen hören, dass wir hören, wie ihr atmet. Und wir werden nicht aufhören, eure Geschichten zu erzählen.
Wir sind hier in der Schweiz, einem Land, das seinen Reichtum und seine Macht durch die Ausbeutung und das Leiden von Millionen von Schwarzen Menschen und People of Color aufgebaut hat. Ein Land, welches sich immer herausredet, mit der Entschuldigung keine “eigenen” Kolonien besessen zu haben. Doch die Zerstörung von nicht-europäischen Gemeinschaften und Ländern durch den Schweizer Staat und Schweizer Unternehmen werden bis heute ohne Zögern in Kauf genommen.
Die Schaffung sicherer Reiserouten für diejenigen, die aufgrund der Grausamkeit imperialistischer europäischer Politik ihre Familien und ihr Land verlassen, reicht nicht einmal ansatzweise aus, um irgendeine Art von Wiedergutmachung zu leisten. Und dennoch erleben wir hierzu Lande eine ständige Verschärfung des Rechts auf Aufenthalt und nach wie vor keine Aussichten auf Bleiberechte. Die Gewalt geht weiter. Anstatt Sicherheit und Zuflucht zu ermöglichen, fördert das System weiter Isolation, Kriminalisierung und Tod.
Erst diesen Dienstag kam es wieder zu einer tödlichen Katastrophe vor Chios, in Griechenland. Mindestens 15 Menschenleben sind dabei verloren gegangen, auch zwei ungeborene Kinder zählen zu den Opfern. Was all diese Katastrophen, die täglich passieren, aber über die kein Mensch spricht, gemeinsam haben: Sie hätten verhindert werden können! Auch das Sterben dieser Menschen hätte verhindert werden können. Denn der Grund für die Katastrophe am Dienstag, war der Zusammenstoss des Bootes mit einem Schiff der griechischen Küstenwache, die sich dem Boot aktiv in den Weg stellte. Durch die Kollision kenterte das Boot und die Reisenden fielen über Bord. Ungefähr 25 Überlebende wurden mit Knochenbrüchen und inneren Verletzungen ins Krankenhaus der Insel eingeliefert. Das ist, was bisher bekannt ist. Doch die Informationen kommen vor allem von griechischen Behörden selbst. Wir wissen nicht, welchen Einfluss der griechischen Küstenwache das Boot tatsächlich zum Kentern gebracht hat. Wir wissen jedoch, dass die Kamera des Patrouillenboots ausgeschaltet war. Was auch bekannt ist und leider bittere Realität: Anstatt die Küstenwache in die Verantwortung zu ziehen, wurden vier Überlebende willkürlich festgenommen und wegen «Beihilfe zur unerlaubten Einreise» und «Menschenschmuggel» angeklagt. Wegen dieser sogenannten «Verbrechen» sitzen derzeit über 2000 Menschen in griechischen Gefängnissen. Eine der vier angeklagten Personen ist mittlerweile im Krankenhaus verstorben. Deutlich wird, wer die Überfahrt nach Europa überlebt, hat es nicht «geschafft»: Eine Kriminalisierung der eigenen Flucht, hat im Durchschnitt 47 Jahre Haft zur Folge und danach folgt die zermürbende Praxis des Asylapparats.
Aus diesem Grund: Lasst uns rassistischen und ausbeuterischen Strukturen mit Solidarität begegnen.
Lasst uns weiterhin Europas Narrativ der Angst und Ausgrenzung konfrontativ entgegenstehen und es durch Geschichten von Stärke, Solidarität, Würde und Gemeinschaft ersetzen.
Denn, unsere Solidarität ist stärker als jedes Grenzregime. Und Solidarität bedeutet, die Entmenschlichung von allen Menschen abzulehnen, deren Namen viel zu schnell vergessen werden. Es bedeutet, für ein System zu kämpfen, das Bewegungsfreiheit über Grenzen, Fürsorge über Bestrafung und Gemeinschaft über Rassismus stellt.
Widerstand kann in vielen Formen kommen. Manchmal bedeutet er, an einer Kundgebung teilzunehmen, zu demonstrieren, Forderungen zu stellen. In anderen Fällen bedeutet er ein Meer zu überqueren oder hinter Gefängnismauern gefangen zu sein. In vielen Fällen bedeutet Widerstand zu atmen – unter Bedingungen, die darauf ausgelegt sind, eine*n zu ersticken.

Aufruf in weiteren Sprachen
AR
إحياء ذكرى النضال العالمي ضد نظام الحدود القاتل
كل حياة انسان على هذه الأرض أكثر أهمية من الحدود الاوربية وترساناتها العسكرية
6 فبراير 2026 | الساعة 7 مساءً | شوتزينماته | برن
في ال 6 . نوفمبر حاول أكثر من 200 شخص السباحة من السواحل المغربية الي الجزر المستعمرة اسبانيا اعترضتهم ما يسمي بشرطة الحدود الاسبانية بشكل وحشي ودموي واستخدمت القوة المفرطة مما تسبب في مقتل 15 انسان وسحل البقية واعادتهم قسرا الي المغرب التي لم تتوقف محاولات الهروب منها
هذه المذبحة كانت تحت انظار الجميع وعلى الحدود الاوربية وما ذال مصير المفقودين حتى الان مجهول وعلى السلطات مسؤولية بخصوص تلك المذبحة تتجاهلها عمدا
كما تتجاهل السلطات المختصة الاستماع الي أقارب وقريبات وأصدقاء وصديقات الضحايا
منذ مذبحة ناراجال تقام في كل عام في السادس من فبراير بي ما يعرف بي CommmemorAction
فعالية لإحياء الذكري وقد أطلق تلك المبادرة هم أقارب وقريبات وأصدقاء وصديقات الضحايا والمفقودين تهدف الفعاليات الي احياء ذكري المذبحة والنضال من اجل الحقيقة والعدالة وانصاف الضحايا كما أصبح السادس من فبراير يوم المذبحة يوم عالمي للوقف معا جميعا ضد أنظمة القتل على الحدود وترساناتها العسكرية وفي هذا اليوم تقام العديد من الفعاليات في أماكن مختلفة حول العالم
مذبحة مارجال هي واحدة من العديد من المذابح التي يصعب حصرها
الدول الاوربية باتت لا تخفي وجهها الفاشي والدموي ونري ذلك في قتل المهاجرين والمهاجرات حقيقة توجهات القوة الاوربية من مسالة الهجرة كما يتعرض المهاجرين والمهاجرات الي العديد من الانتهاكات عند العبور مثل السجن والاعتقال التعسفي والضرب والسحل
ينظر للمذابح التي ترتكب بانها مسؤولية المهاجرين والمهاجرات أنفسهم
ولابد لتلك المجازر باعتبارها كحل اوحد وبذلك تنتفي المسؤولية وتغيب المحاسبة وتتواصل تجاهل أصوات الضحايا عمدا
السياسات الاوربية تعمل بشكل منهجي سلب الحق في الحياة وبذلك تعتبر مهدد لحياتنا جميعا
منظم من قبل:
Alarmphone Bern، Bewegungsfreiheit für alle!، Medina، Seebrücke
EN
Every life is worth more than their laws, their walls, and their weapons.
February 6, 2026 | 7 pm | Schützenmatte | Bern
On February 6, 2014, more than 200 people attempted to swim from the Moroccan coast to the Spanish enclave of Ceuta. Spanish border police attacked them and violently prevented them from reaching the shore. At least 15 people died and dozens more disappeared. The survivors were illegally pushed back to Morocco. The Tarajal massacre happened in full view of everyone and was caused by a system that is responsible for the disappearance of many people. A system that ignores the families and relatives of the dead and missing.
Since the Tarajal massacre, so-called CommemorActions have been held every February 6. These were initiated by relatives of the dead and missing. They are about collective remembrance as well as the struggle for truth, justice, and compensation. February 6 has now become the “Global Day of Struggle Against the Regime of Death at the Borders.” Many CommemorActions take place internationally on this day.
The Tarajal massacre is one of countless events. Racist state violence kills people on the move and migration routes, in prisons, and on the streets. Their deaths are portrayed as self-inflicted or inevitable. No one is held accountable, and the relatives are not heard or compensated. Europe’s death policies are designed to wipe people out – the victims are not to be seen, found, or identified.
Together with families and allies worldwide, we stand against forgetting, against ignorance, against the normalization of this violence. We refuse to believe that some lives are worth less than others.
Organised by Alarmphone Bern, Bewegungsfreiheit für alle!, Medina and Seebrücke
FA
حتی جان یک نفر، مهمتر از قوانین، دیوارها و سلاحهای آنهاست
۶ فوریه، از ساعت ۷:۰۰ عصر | شوتزنماته
در ۶ فوریهٔ ۲۰۱۴، بیش از ۲۰۰ نفر تلاش کردند از سواحل مراکش به سمت منطقهٔ خودمختار اسپانیاییِ سئوتا شنا کنند. پلیس مرزی اسپانیا به آنها حمله کرد و با اعمال خشونت، مانع رسیدنشان به ساحل شد. دستکم ۱۵ نفر جان باختند و دهها نفر دیگر ناپدید شدند. بازماندگان بهطور غیرقانونی به مراکش بازگردانده شدند
کشتار تاراخال در برابر دید همگان رخ داد و نتیجه سیستمی بود که تا به حال، مسئول ناپدید شدن افراد بسیاری بوده است. سیستمی که خانوادهها و بستگان جانباختگان و ناپدیدشدگان را نادیده میگیرد.
از زمان کشتار تاراخال، هر سال در ششم فوریه یادبودی برگزار میشود. این یادبودها، به ابتکار خانوادهها و بستگان جانباختگان و ناپدیدشدگان آغاز شد. هدف آنها یادآوری جمعی و همچنین مبارزه برای حقیقت، عدالت و جبران خسارت است. ششم فوریه اکنون به «روز جهانی مبارزه با شیوه حکومتی مرگ در مرزها» تبدیل شده است. در این روز، اقدامات یادبود و اعتراضی بسیاری در کشورهای مختلف جهان برگزار میشود.
کشتار تاراخال تنها یکی از بیشمار رویدادهایی از این دست است. خشونت نژادپرستانهٔ دولتی جان انسانها را در مسیرهای مهاجرت، در زندانها و در خیابانها میگیرد. مرگ آنها بهعنوان امری خودخواسته یا اجتنابناپذیر جلوه داده میشود. هیچکس پاسخگو شناخته نمیشود و صدای خانوادهها شنیده نمیشود و خسارتی هم به آنها پرداخت نمیگردد. سیاستهای مرگآفرین اروپا بهگونهای طراحی شدهاند که انسانها را حذف کنند؛ قربانیان نباید دیده شوند، پیدا شوند یا شناسایی گردند.
ما همراه با خانوادهها و همپیمانانمان در سراسر جهان، در برابر فراموشی، در برابر بیاعتنایی، و در برابر عادیسازی این خشونت میایستیم. ما نمیپذیریم جان برخی انسانها کمارزشتر از جان دیگران باشد.
FR
CommemorAction lors de la journée mondiale de lutte contre le régime frontalier meurtrier. Chaque vie vaut plus que leurs lois, leurs murs et leurs armes.
6 février 2026 | 19h | Schützenmatte | Berne
Le 6 février 2014, plus de 200 personnes ont tenté de rejoindre à la nage l’enclave espagnole de Ceuta depuis la côte marocaine. Les gardes-frontières espagnol.e.s les ont attaqués et les ont empêchés avec force d’atteindre le rivage. Au moins 15 personnes sont mortes, des dizaines d’autres ont disparu. Les survivants ont été renvoyés illégalement au Maroc. Le massacre de Tarajal s’est produit sous les yeux de tout le monde, par un système responsable de la disparition de nombreuses personnes. Un système qui ignore les familles et les proches des personnes décédées et disparues.
Depuis le massacre de Tarajal, des « CommemorActions » ont lieu chaque année le 6 février. Elles ont été lancées par les proches des personnes décédées et disparues. Il s’agit à la fois de commémorer ensemble et de lutter pour la vérité, la justice et l’indemnisation. Depuis, le 6 février est devenu la « Journée mondiale de lutte contre le régime de la mort aux frontières ». De nombreuses CommemorActions ont lieu ce jour-là à l’échelle internationale.
Le massacre de Tarajal n’est qu’un événement parmi tant d’autres. La violence raciste des forces de l’ordre tue des personnes sur les routes de la fuite et de la migration, dans les prisons et dans les rues. Leurs morts sont présentées comme étant de leur propre faute ou comme étant inévitables. Personne n’est tenu responsable, les proches ne sont ni entendus ni indemnisés. Les politiques mortifères de l’Europe visent à éliminer des personnes – les victimes ne doivent pas être vues, trouvées ou identifiées.
Avec les familles et nos allié.e.s dans le monde entier, nous nous opposons à l’oubli, à l’ignorance, à la normalisation de cette violence. Nous refusons de croire que certaines vies ont moins de valeur que d’autres.
Organisé par Alarmphone Berne, Bewegungsfreiheit für alle!, Medina, Seebrücke
KU
CommemorAction
Her jiyan ji qanûnên wan, dîwarên wan û çekên wan qîmettir e.
6’ê Sibatê, ji saet 19:00’an | Schützenmatte
Di 6’ê Sibatê 2014’an de, zêdetir ji 200 kes ji qeraxa Marokoyê hewl da ku bi avê xwe bigihînin enklava spanî ya Ceuta. Polîsên sînor ên Spanyayê wan êrîş kirin û bi zorê asteng kirin ku wan bigihînin qeraxê. Herî kêm 15 kes jiyana xwe ji dest da, û gelek kesên din winda bûn. Kesên ku sax man, bi rêyeke neqanûnî vegerandin Marokoyê. Qetla Tarajalê li ber çavên hemûyan çêbû û bi rêya pergalekê ku berpirsiyar e ji bo winda bûna gelek mirovan. Ev pergal deng û daxwazên malbatên kesên ku mirine an jî yên ku winda bûne, guh nake.
Ji piştî qetla Tarajalê, her sal di 6’ê Sibatê de CommemorAction tên lidarxistin. Ev çalakî bi destpêka malbatên kesên ku jiyana xwe ji dest dane û yên ku winda bûne hatiye destpêkirin. Armanc bibîranîn e û her weha têkoşîna ji bo rastî, adalet û tazmînat. Îro 6’ê Sibatê bûye “Roja Cîhanî ya Têkoşîna li dijî Rejîma Mirinê ya li Sînorên Cîhanê”. Di vê rojê de li gelek bajarên cîhanê CommemorAction tên lidarxistin.
Qetla Tarajalê tenê yek bûyer e ji nav gelek bûyeran. Tundûtûjiya dewletî ya nijadperest mirovan li rêyên koçberî û penaberiyê, di girtîgehan û li ser kolanan dikuje. Mirina wan wekî tiştek xwe-berpirsiyar an jî wekî şertên bê-alternatîf tê nîşandan. Tu kes nayê hesabdan, malbatên wan nayên bihîstin û tu tazmînat nayê dayîn. Polîtîkayên mirinê yên Ewropayê ji bo tunekirina mirovan hatine saz kirin. Divê qurbaniyan neyên dîtin, neyên dîtin û neyên nasandin.
Bi hev re bi malbatên qurbaniyan û bi hevalbendên me yên li çaraliyê cîhanê, em li dijî jibîrkirinê, li dijî bêhêvîtiyê û li dijî normalîzekirina vê tundûtûjiyê radiwînin. Em nabawerin ku hin jiyan ji yên din kêmtir hêja ne.
Ji hêla Alarmphone Bern, Bewegungsfreiheit für alle!, Medina û Seebrücke ve hatî organîze kirin.
TA
CommemorAction
ஒவ்வொரு மனித உயிரும், அவர்களது சட்டங்கள், சுவர்கள் மற்றும் ஆயுதங்களைவிட மதிப்புடையது.
6 பெப்ரவரி | மாலை 7:00 முதல் | Schützenmatte
2014 பெப்ரவரி 6 அன்று, மொராக்கோ கரையிலிருந்து ஸ்பெயின் கட்டுப்பாட்டில் உள்ள சீயூட்டா (Ceuta) பகுதிக்குச் செல்ல 200-க்கும் மேற்பட்டோர் நீந்த முயன்றனர். ஸ்பெயின் எல்லைக் காவலர்கள் அவர்களை தாக்கி, கரையை அடைய முடியாதபடி வன்முறையுடன் தடுத்தனர். குறைந்தது 15 பேர் உயிரிழந்தனர்; மேலும் பலர் காணாமல் போனார்கள். உயிர்தப்பியவர்கள் சட்டவிரோதமாக மீண்டும் மொராக்கோவுக்கு அனுப்பப்பட்டனர்.
டராஜால் (Tarajal) படுகொலை, பலர் காணாமல் போவதற்கு காரணமான ஒரு அமைப்பின் மூலம், அனைவரின் கண்முன்னே நடந்தது. இது உயிரிழந்தவர்களுடைய மற்றும் காணாமல் போனவர்களின் குடும்பங்கள் மற்றும் உறவினர்களை புறக்கணிக்கும் ஒரு அமைப்பாகும்.
டராஜால் படுகொலைக்குப் பிறகு, ஒவ்வொரு ஆண்டும் பெப்ரவரி 6 அன்று CommemorAction-கள் நடைபெறுகின்றன. இவை உயிரிழந்தவர்களதும் காணாமல் போனவர்களதும் உறவினர்களால் தொடங்கப்பட்டவை. இதில் ஒருங்கிணைந்த நினைவேந்தலும், உண்மை, நீதிமுறை மற்றும் இழப்பீட்டுக்கான போராட்டமும் அடங்கும். இன்று பெப்ரவரி 6, «எல்லைகளில் நிலவும் மரணத்தின் ஆட்சிக்கு எதிரான உலகளாவிய போராட்ட தினம்» ஆக மாறியுள்ளது. இந்த நாளில் உலகின் பல நகரங்களில் CommemorAction-கள் நடைபெறுகின்றன.
டராஜால் படுகொலை என்பது எண்ணற்ற சம்பவங்களில் ஒன்றே. இனவெறி கொண்ட அரச வன்முறை, அகதிகள் மற்றும் குடியேற்றப் பாதைகளில், சிறைகளில் மற்றும் வீதிகளில் மனிதர்களை கொல்கிறது. அவர்களது மரணங்கள் தங்களாலேயே ஏற்பட்டவை அல்லது தவிர்க்க முடியாதவை என சித்தரிக்கப்படுகின்றன. யாரும் பொறுப்பேற்கவில்லை; உறவினர்கள் கேட்கப்படுவதும் இல்லை, இழப்பீடு வழங்கப்படுவதும் இல்லை. ஐரோப்பாவின் மரண அரசியல்கள் மனிதர்களை அழிப்பதற்காகவே வடிவமைக்கப்பட்டுள்ளன – பாதிக்கப்பட்டவர்கள் காணப்படக்கூடாது, கண்டுபிடிக்கப்படக்கூடாது, அடையாளம் காணப்படக்கூடாது என்பதே நோக்கம்.
உலகெங்கிலும் உள்ள குடும்பங்களும் தோழர்களும் இணைந்து, மறப்பிற்கும், அலட்சியத்திற்கும், இந்த வன்முறையை சாதாரணமாக்குவதற்கும் எதிராக நாங்கள் நிற்கிறோம். சில உயிர்கள் மற்ற உயிர்களைவிட குறைவான மதிப்புடையவை என்ற நம்பிக்கையை நாங்கள் மறுக்கிறோம்.